Der Schachverein Neustadt b. Coburg besteht wie der Stadtverband der Sportvereine Neustadt 75 Jahre. Gegründet wurde er auf Initiative von Emil Wagner am 16. November 1926 im Restaurant „Rheingold“ in Neustadt, am Marktplatz 8 mit 14 Schachfreunden.
Die Arbeitslosigkeit in den zwanziger- und dreißiger Jahren beeinflusste das Vereinsgeschehen wegen fehlender Geldmittel ungemein. Durch Mithilfe des damaligen bayerischen Meisters im Schach, Louis Probst, der im heutigen Stadtteil Meilschnitz wohnte, und des Neustadter Schachstrategen Reinhold von Berg, dessen Spielstärke weit über die Grenzen seiner Heimatstadt bekannt war, wurden ausgezeichnete Erfolge erzielt. So belegte der Schachverein Neustadt bereits 1 Jahr nach seiner Gründung den 2. Platz in der Gaumeisterschaft von Südthüringen.
In den folgenden, vor allem den Nachkriegsjahren, erzielten Neustadter Schachspieler bei Einzel- und Mannschaftsmeisterschaften im Schachbezirk Coburg – Lichtenfels – Kronach, im Bezirk Oberfranken, und auf bayerischen Meisterschaften große Erfolge.
Der Schachverein spielte zeitweise in Bayerns höchster Spielklasse und in der nordbayerischen Regionalliga.
Als 1. Vorsitzenden führten den Verein an:
- 1926 bis 1935 Emil Wagner
- 1935 bis 1945 Gottfried Braunschmidt
- 1946 bis 1951 Hermann Wittmann
- 1952 bis 1971 Heinz Kiesewetter
- 1971 bis 1997 Oskar Wagner
- ab 27.06.1997 Norbert Wagner
1976 wurde aus Anlaß des 50jährigen Jubiläums der oberfränkische Schachkongreß, verbunden mit den oberfränkischen Einzelmeisterschaften in Wildenheid in der Ausflugsgaststätte „Waldfriedensee“ durchgeführt.
Das 75jährige Jubiläum wird im Jahre 2001 im angemessenen Umfang und Rahmen begangen werden.
Das Vereinslokal ist seit dem 11.08.1989 in der Thüringisch-Fränkischen Begegnungsstätte. Nachdem das Vereinslokal Marienburg, in dem nach dem 2. Weltkrieg die Spielabende abgehalten wurden, wegen Pächterwechsel im Jahre 1974 aufgegeben werden mußte, war der Schachverein in den folgenden Jahren in verschiedenen Räumen mit unterschiedlichen Erfolg untergebracht.
Herausragende Schachspieler, die den Verein über Jahrzehnte als Spieler die Treue gehalten haben, und heute bzw. heute aktiv spielen sind:
- Heinz Kiesewetter
- Oskar Wagner, der zweite Ehrenvorsitzende des Vereins
- Hermann Wittmann
- Heinz Gehrlicher
- Eduard Kreiling
- Hans-Dieter von Berg
- Reinhold von Berg
- Norbert Wagner
- Dietmar Weber
- Franz Drexler, der seit 1971 die finanziellen Mittel des Vereins verwaltet
Nach der Grenzöffnung im Jahre 1989 haben sich Udo Hutschenreuther, Hans Luthardt, Karl-Heinz Jacob und Torsten Müller dem Verein angeschlossen. Erstmals spielt damit eine Mannschaft des Vereins ununterbrochen in der höchsten Klasse in Oberfranken.
Der Vorstand seit dem Jubiläumsjahr wie folgt zusammen:
- Norbert Wagner — 1. Vorsitzender
- Torsten Müller — 2. Vorsitzender
- Franz Drexler — Kassier
- Dietmar Weber — Schriftführer
- Helmut Eber — Beisitzer und Schachwart
- Eduard Kreiling — Beisitzer und Schachwart
- Eralp Yilmaz — Beisitzer